Die Zukunft von barrieretest.at
Wie ein Spagat zwischen Open & Closed Source in Zukunft dabei helfen soll, das Tool für alle besser zu machen.
Als ich vor einigen Monaten mit der Implementierung von barrieretest.at begann, wusste ich noch nicht wirklich, was aus dem Projekt werden sollte. Ich wollte automatisiertes Accessibility Testing in einer reproduzierbaren Form so einfach wie möglich gestalten, und jedem User Zugriff ermöglichen. Ich denke, die erste Version hat dieses Ziel erfüllt.
Nun, nach einigen Monaten im laufenden Betrieb, und nach zahlreichen Gesprächen mit Fachleuten und Branchenkolleg:innen ist mir klar, wo die Richtung hingehen muss.
Entscheidungsgrundlage
Um auch mit der Community gemeinsam an diesem Projekt arbeiten zu können, ist es zwingend notwendig, dass Teile davon veröffentlicht werden. Um die Branche als Ganzes voranzubringen, und auch, weil ich damit direktes Feedback von erfahrenen Kollegen sammeln kann, um die Tests nachhaltig zu verbessern. Ich möchte gar nicht lange drumherum reden: Barrieretest wird in Zukunft in drei Teile geteilt.
Open Source: barrieretest/core
Der Kern wird als @barrieretest/core als Open-Source-Projekt in der MIT-Lizenz veröffentlicht. Darin enthalten ist die gesamte Logik für die Tests, samt der KI-gestützten Analyse. Konkret bedeutet das, dass Entwickler in Zukunft das Package einfach per NPM installieren können, und dann lokal innerhalb ihres Projekts damit arbeiten können. Ein Punkt, der mir auch selbst für die Agenturarbeit mit Acurion wichtig war, um den hohen Ansprüchen unserer Kunden auch in frühen Entwicklungsphasen bereits gerecht werden zu können. In der MIT-Lizenz gibt es hier auch keine Probleme innerhalb von Organisationen & Unternehmen.
Diese Änderung wird innerhalb der nächsten Wochen passieren, und hier am Blog werde ich darüber berichten, wenn alles soweit abgeschlossen ist.
Closed Source: Frontend & Backend
Der Rest der App bleibt Closed Source, und teilt sich ganz klassisch in das Frontend und Backend des Web-Auftritts für barrieretest.at auf. Hier liegt nicht mehr viel Logik in Sachen Barrierefreiheit, diese Teile befassen sich hauptsächlich mit dem Management von Tasks, API Keys, und der Aufbereitung von Ergebnissen. Nichts davon wird sich ändern.
Hier kann ich vor allem in Zukunft noch mehr dafür tun, um es Nutzer:innen so einfach wie möglich zu machen, ihre Ergebnisse zu verstehen. Ich überlege außerdem, ob es sinnvoll wäre, im Frontend ein “erweitertes” Interface für Berater:innen zur Verfügung zu stellen - mit etwas mehr Schaltern und Hebeln, um die Tests zu lenken. Zukunftsmusik, aber unabhängig vom Test-Kern, auf den ich mich vorerst fokussieren möchte.
Wenn du eine starke Meinung zur aktuellen App hast, oder dir vielleicht nur ein spezielles Feature fehlt, damit du das Tool in deinen Workflow integrieren kannst - melde dich bei mir! Entweder auf LinkedIn, oder per E-Mail - ich freue mich über jeglichen Austausch!
Selbst testen
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